Entschlackung und Entschlacken

Gesundheit durch Entschlackung

Entschlackung und Entschlacken – für viele sind das geflügelte Worte, die eine nachhaltige Reinigung des Körpers versprechen und dadurch das allgemeine Wohlbefinden bessern sollen. Für den Schulmediziner freilich handelt es sich um Kunstwörter, die keinen echten Effekt haben sollen.

Entschlackung Entschlacken

Wer heutzutage vom Fasten oder vom Heilfasten redet, meint in der Regel damit auch eine einhergehende Entschlackung des Körpers. Der allgemeine Sprachgebrauch hat diese Wörter aufgenommen und ihnen eine Bedeutung verliehen, die von manchen mit Skepsis, von anderen hingegen mit übermäßiger Erwartungshaltung in Verbindung gebracht wird.

Entschlacken gehört in die Naturheilkunde

Streng genommen gehören die Begriffe jedoch in das weite Feld der Naturheilkunde. Damit wird eine medizinische Herangehensweise beschrieben, die auf Selbstheilung setzt, vor allem aber auf die Zugabe chemischer Medikamente und Methoden verzichtet. Körper entschlackenSo ist etwa die bekannte Traditionelle Chinesische Medizin eher an der Vorbeugung und an einer mit natürlichen Mitteln arbeitenden Behandlung von Kranken (und Gesunden) interessiert, die westliche Schulmedizin setzt hingegen auf modernste technische und chemische Verfahren.

Sicher haben beide ihre Vor- und Nachteile, das eigentliche Entschlacken jedoch ist nur im Kontext der Naturheilkunde möglich. So behauptet nämlich die Schulmedizin, dass Abbauprodukte und damit auch im Körper zirkulierende Giftstoffe auf ganz natürlichem, alltäglichem Wege ausgeschieden werden, während nach den Lehren des Heilfastens spezielle Verfahren nötig sind, um diesen Prozess in Gang zu setzen.

Warum ist eine Entschlackungskur nötig?

Ungesunde Ernährung und Lebensstil

Nachweislich gibt es Krankheiten, die eine Ausscheidung generell erschweren oder gar verhindern, etwa durch ein gestörtes Immunsystem oder aufgrund einer Schädigung von inneren Organen.

Fest steht jedenfalls, dass unser Körper jeden Tag vielerlei Stoffe verarbeiten muss, von denen nicht wenige Schaden anrichten oder auch besonders schwer abgebaut werden können. Die üblichen Verdächtigen wie Alkohol, Nikotin und Medikamente fallen in diese Kategorie, aber auch Hormone und Schwermetalle gehören dazu, sind diese doch oftmals in der täglichen Nahrung versteckt. Ähnliches gilt für die zahlreichen Säuren, die vor allem die modernen Lebensmittel bereithalten: übermäßiger Salzkonsum, Essig, Fett, Zucker oder auch die in Tee und Kaffee enthaltene Gerbsäure bringen den Säure-Basen Haushalt im Körper durcheinander.

Der Körper wird überlastet

Die Befähigung, solche Stoffe umzuwandeln und zu neutralisieren, ist nicht selten gestört, schlicht durch die übermäßige Zufuhr. Verbleiben die Stoffe im Körper, können sie mit der Zeit die Organe schädigen. Die natürlich arbeitende Selbstregulierung wird eingeschränkt, ein mangelhafter Stoffwechsel und eine verminderte Ausscheidung führen zur schließlichen Einlagerung. Schwermetalle, gern zum Beispiel in Gewürzpulver zur Färbung eingesetzt, blockieren mit der Zeit lebenswichtige Enzyme. Der Körper wird durch zunehmende Einlagerung, nicht nur im Fettgewebe, sondern auch in den Muskeln, Sehnen und Bändern, zur Mülldeponie, Krankheiten entwickeln sich und brechen aus.

Körper entschlacken im Rahmen von Heilfasten

Um diesem Problem zu begegnen, bietet sich das Heilfasten und die damit einhergehende Entschlackung an. Durch das Fasten wird der Organismus entlastet, das Verdauungssystem kann sich erholen. Durch die verminderte oder ausgesetzte Nahrungsaufnahme wird weniger Magensäure produziert, das System, wie der Naturheilkundler sagen würde, wird gereinigt.

Schlacke, was ist das?

Der Abbau von schädlichen Eiweißen, als „Schlacke“ bezeichnete Stoffwechselprodukte, verbessert das eigentliche Wohlbefinden. So können etwa Immunkomplex-Erkrankungen auftreten, wenn Eiweiße mit zu vielen Zuckerresten nur langsam abgebaut werden. Als solche Immunkomplex-Erkrankungen werden Verbindungen von körpereigenen Antikörpern und Fremdstoffen, also Viren, Bakterien, Pilze, zu größeren Komplexen bezeichnet.

Oft sind diese Komplexe in der Blutbahn nicht mehr löslich, werden nicht entsorgt und lagern sich schließlich in großen Mengen überall im Körper an. Entzündungen treten auf, Haut, Gelenke, Nieren und Blutgefäße sind übermäßig betroffen. Während des Fastens wird die Bildung solcher Komplexe verhindert, die bereits vorhandenen Eiweiße werden schneller abgebaut. Dieser Vorgang wird demzufolge als die eigentliche Entgiftung bezeichnet.

Leistung des Darms wird unterschätzt

Ganz besonders wichtig bei diesen Arten der Entschlackung ist ein funktionierender Darm. Im Laufe des Lebens wird es für den Körper zunehmend schwieriger, die Darmpassage der Nahrung erfolgreich durchzuführen, nicht wenige Menschen leiden an Verstopfung und begegnen diesem Missstand mit schädlichen Abführmitteln. Die im Darm vorhandenen Zotten können dadurch jedoch nur eingeschränkt ihre Funktion der Aufnahme von Nährstoffen nachkommen, der Organismus bleibt unterversorgt, selbst wenn die Nahrung ausgewählt und bewußt verzehrt wird.

Rolle einer Darmsanierung bei der Entschlackung

Entschlackungskur

Gerade deshalb wird beim Entschlacken auch auf eine echte Darmreinigung, eine regelrechte Darmsanierung, geachtet. Viele Krankheiten lassen sich dadurch im Vorfeld bei konsequenter Anwendung verhindern oder zumindest abmildern. Ist der Darm freilich schon überlastet, wird zumeist an den Symptomen kuriert, die Ursache selbst bleibt oft unbehandelt. Schwere Komplikationen können auftreten, Operationen werden vielleicht sogar unumgänglich. Wer nicht auf die Gesundheit des Darmes achtet, bekommt die Quittung oft an ganz anderen Stellen des Körpers.

Warum hört man kaum von Begriffen wie Entschlackung?

Die Frage bleibt jedoch bestehen: Wenn dies alles so wichtig ist – warum sprechen die Mediziner nicht oder kaum darüber? Möglicherweise hat der klassische Schulmediziner noch nie davon gehört. Sich an den üblichen Behandlungsweise orientierend, ist die Erschließung der zugegeben umfangreichen Naturheilkunde für viele Ärzte einfach zu mühsam, zu speziell, vielleicht erscheint sie ihnen auch obskur und wirkungslos. Es gibt auch Mediziner, die solche Verfahren generell ablehnen, während andere eine solch intensive Behandlung gar nicht durchführen wollen – schlicht weil sie so aufwendig und damit wenig lukrativ erscheint.

Denn bei all seinen Entscheidungen ist der Arzt immer auch an sein Budget gebunden, die Gabe von schnell wirkenden Tabletten ist da vielleicht einfacher als die Überwachung eines die Ursachen bekämpfenden Heilverfahrens. Und natürlich wirken die Tabletten auch erst einmal, eine gewisse Linderung reicht vielen erst einmal aus, während ihr Darm und damit ihr ganzer Organismus vielleicht nach echter Hilfe schreit!

Darmträgheit in der heutigen Zeit sehr verbreitet

Denn nicht nur die Einlagerung von Stoffwechselendprodukten ist ein Problem, auch der Darm selbst kann verschlacken und dadurch besonders träge werden. Gesunde Därme wiegen etwa 2 Kilo, nicht selten finden Pathologen gigantisch anmutende Därme von 20 Kilo und mehr, voll mit allen möglichen Schadstoffen. Durch die vielen Vertiefungen, Spalten, Taschen im Darngewebe können sich zahllose Pilze, Bakterien, Viren oder Würmer ansiedeln, die Blut und Lymphsystem belasten.

Eingeschränkte Gesundheit und Vitalität sind die Folgen. Natürlich zeichnet sich eine gesunde Darmflora immer auch durch das Vorhandensein zahlreicher Bakterienstämme aus, ein Übermaß oder gar die Existenz schädlicher Stämme ist jedoch nicht zu unterschätzen. Um dies zu bekämpfen, bietet sich eine nachhaltige Entschlackung des Darmes an. Erreicht wird dies durch Heilfasten und damit in Verbindung stehende Entschlackungskuren. Werden sie erfolgreich durchgeführt, ist ein deutliches verbessertes Wohlbefinden möglich und der Organismus kann sich dann wieder mit seinen eigentlichen Aufgaben beschäftigen.

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