Entgiften – Entgiftung – Entgiftungskur

Was steckt hinter dem Wort Entgiftung?

Streng genommen handelt es sich beim Begriff der „Entgiftung“ um keinen wissenschaftlich- medizinischen Terminus. Zwar verwandten manche Ärzte noch vor einigen Jahrzehnten das Wort, um bestimmte Heil- und Vorbeugeverfahren zu verdeutlichen, mittlerweile jedoch wendet nur noch der Volksmund diese Wörter an.

Entgiftung

Erhalten hat sich freilich sich in diesem Zusammenhang ein Bezug zur Reinigung des Körpers, der ganz offensichtlich von allerlei Fremdstoffen, Giften, Schwermetallen oder Bakterien belastet wird und gelegentlich von diesen Stoffe befreit werden sollte. Um sich von all diesen schädlichen Einflüssen befreien zu können, ist eine nachhaltige Entgiftung nötig – so die allgemeine Annahme. Auch die Naturheilkunde fordert dies.

Entgiften – Alles nur ein Trend?

Was aber ist der tiefere medizinische Aspekt einer Entgiftung? Gibt es so etwas überhaupt oder verweigern sich die Schulmediziner mittlerweile diesem Begriff aus gutem Grund?

Als unstrittig gilt, dass der Menschen zeitlebens vielen Giften und Fremdstoffen ausgesetzt ist. Einige von ihnen baut der Organismus erfolgreich ab, andere können auch nach Jahren oder ab einer bestimmten Menge zu fatalen Schädigungen führen. So sind die meisten Lebensmittel heutzutage mehr oder weniger mit Schwermetallen belastet, welche unter Umständen lebenswichtige Enzyme blockieren können.

Auch chemische Spritzmittel belasten unser Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch werden in der industrialisierten Produktion mit allerlei Antibiotika und anderen Medikamenten produziert. Durch unsere moderne Ernährung können wir all diesen Einflüssen kaum ausweichen, unser Körper wird dadurch mit der Zeit immer mehr zu einer Mülldeponie.

Gewiss, mag man einwenden, unser Körper ist ohne Zweifel eine hervorragende Kläranlage, doch ab einer bestimmten Belastungsmenge versagen seine Reinigungsfunktionen zunehmend. Akute Vergiftungen wie das Verspeisen giftiger Pilze oder eine Überdosis Drogen wirken kurzfristig extrem belastend auf den Körper, der langfristige Verfall ist allerdings ebenso gefährlich.

Entgiften und die Leber

Entgiften tut also durchaus Not. Nun gibt es da verschiedene Verfahren, die nicht alle der Naturheilkunde entstammen. So kann etwa die klinische Medizin durch die intravenöse Gabe von DMPS (Sodium 2,3-dimercaptopropane-1-sulfonate) eine über den Urin verlaufende Ausscheidung von Schwermetallen veranlassen. Auch chemisch gebundene Extrakte der Mariendistel sorgen beispielsweise für eine Entlastung der Leber.

Deren Bedeutung für die körpereigene Entgiftung lässt sich kaum hoch genug ansetzen. Die Leber ist vielseitig, extrem leistungsfähig und durchaus geduldig. Allerdings leidet sie stumm und ihre Erkrankungen werden nicht selten zu spät diagnostiziert. Selbst verfügt die Leber über keine Schmerzrezeptoren. Liegt eine Erkrankung vor, ist das zumeist an der Störung ganz anderer Körperfunktionen ablesbar. Da die Leber alle aufgenommenen Stoffe kontrolliert und auch verarbeitet, ist sie natürlich von Giften ganz besonders betroffen.

Alles, was wir aus unserer Umwelt aufnehmen, passiert auch die Leber! Ihre Fähigkeit, Schadstoffe unschädlich zu machen und generell den Aufbau eigener Substanzen zu unterstützen, macht ihr reibungsloses Funktionieren zu einer Stütze eines jeden gesunden Organismus. Direkt vom Darm erhält die Leber über die Pfortader all jene Gift-, Nähr- und Aufbaustoffe aus dem Nahrungsbrei, deren Verarbeitung sie übernimmt.

In einer einzigen Minuten strömt über ein Liter Blut voller Substanzen in die Leber – damit ist sie ein echtes Hochleistungsorgan! Aus den Bestandteilen der Nahrung stellt sie schließlich all jene körpereigenen Stoffe her, deren Bestand für den Körper so ungemein wichtig ist. Hormone gehören dazu, aber auch Proteine und Blutgerinnungsfaktoren. Vitamine werden in der Leber gespeichert, der Gehalt an Zucker, Fett und Eiweiß im Blut unterliegt ihrer Kontrolle.

Entgiftung des Körpers, aber wie?

Wer sich nun für eine Fastenkur entscheidet, um seinen Organismus zu entschlacken und gewissermaßen zu reinigen, sollte über die damit zusammenhängende besondere Belastung der Leber Bescheid wissen. Während der Fastenzeit muss sie nicht nur den Stoffwechsel umstellen, auch all die freiwerdenden Gifte aus dem Gewebe sind schließlich abzubauen. Fasten ist deshalb für die Leber keine Erholungsreise, es sollte immer nach fachkundiger Anleitung durchgeführt werden.

Um eine erfolgreiche Entgiftung durchzuführen, muss die Leber deshalb geschützt und in ihrer Arbeit unterstützt werden. Eingelagerte Gifte sollten rasch entsorgt und ausgeschieden werden, allerdings ohne das Organ zu überlasten oder gar zu schädigen. Dafür eignen sich verschiedene Pflanzen, aber auch bestimmte Homöopathika. Bei letzteren hat sich vor allem die Phönix-Entgiftungskur als sinnvoll erwiesen. Diese verfügt über protektiv schützende wie auch generell entgiftende Aspekte.

Bei den Heilpflanzen und Heilkräuter gibt es eine ganze Reihe wirkungsvoller Gewächse, die sowohl die weitere Behandlung unterstützen wie sie auch überhaupt erst in Gang bringen können. Dazu zählen so bekannte Gewächse wie das Beifußkraut, die Klettenwurzel oder die Wurzel des Löwenzahns. Von vielen Menschen gerne als Unkraut verlacht und ausgerissen, verfügen doch gerade diese Pflanzen über besonders ausgeprägte Eigenschaften und erleichtern eo eine nachhaltige Entgiftung.

Solche Medizin wächst also tatsächlich vor unserer Haustür – schenken wir ihr Beachtung und verwenden wir ihre wertvollen Substanzen anstatt sie als Unkraut zu bekämpfen! Als Rezept hat sich bewährt: die genannten Pflanzen zu gleichen Teilen mischen, 2 Teelöffel mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und eine Viertelstunde ziehen lassen. Auch der grüne Hafertee kann den Körper von verschiedenen Stoffwechselendprodukten reinigen, genau wie bestimmte Algenarten oder die auch in anderen Behandlungsbereichen geschätzte Heilerde.

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