Was hat es mit einer Darmsanierung auf sich?
Ein gesunder und im Gleichgewicht sich befindlicher Darm gilt als eine wichtige Grundlage für das Funktionieren eines Organismus. Wenn nun die Rede von einer Darmsanierung ist, wissen viele Menschen entweder überhaupt nicht, was damit im Konkreten gemeint ist oder sie verfügen über falsche, ungenaue Informationen.
Dies hängt mit dem Problem zusammen, dass aufgrund der wachsenden Akzeptanz gegenüber der Naturheilkunde auch immer mehr Deutungen und Begriffsbildungen sich herausbildeten, die mit dem eigentlichen Kern der Sache wenig zu tun haben.
Warum haben viele Menschen Darmprobleme?
Der Darm ist als besonders strapaziertes Organ einer ganzen Reihe von Belastungen ausgesetzt. In erster Linie zählt dazu eine Veränderung von bestimmten Eiweißen, was mit der hohen Zuckerkonzentration zusammenhängt. Dadurch wird die Passage des Darminhalts komplizierter, das Ergebnis sind massive Verdauungsstörungen. Zudem sind auch die wichtigen Darmzotten in ihrer Funktion behindert, dem Nahrungsbrei all jene Nährstoffe zu entnehmen, die für den Körper so wichtig sind.
Unser moderner Ernährungsstil birgt viele Risiken und stellt unseren Organismus vor schwierige, manchmal unlösbare Aufgaben. Auch eine seelische Belastung kann zur Erkrankung des Darms führen. Unter Umständen kann der Darm bei dauerhafter Überanstrengung seine eigentlichen Funktionen der Entwässerung und Restresorption nach und nach einbüßen, lediglich Abfallprodukte werden dann noch entsorgt.
Symptombekämpfung vs. Ursachenbehebung
Eine Darmsanierung ist deshalb für viele Menschen, auch wenn sie diese Veränderungen zunächst nicht bemerken oder ignorieren mögen, unumgänglich. Ist nach vielen Jahren der Vernachlässigung der Darm angegriffen und die Gesundheit des Patienten nachhaltig bedroht, kuriert die klassische Schulmedizin nur die Symptone, wo doch eine intensive Vorsorge und damit eine Bekämpfung der eigentlichen Ursachen sinnvoller erscheint. Und so leiden immer mehr Menschen an Reizdarm, Blähungen, Verstopfung oder sogar am oft tödlichen Darmkrebs.
Gleichgewicht durch eine Darmsanierung wiederherstellen
Um diese Probleme zu verstehen, lohnt ein Blick auf einen Aspekt der Darmanatomie. Die vielen Vertiefungen entlang des Organs sind ein nahezu perfekter Ort für allerlei Schädlinge wie Keime, Pilze, Würmer oder auch Bakterien, die eine solche empfindliche Flora schnell durcheinander bringen. Eine Belastung des Blutes und der Lymphen sind die Folgen, so dass ein krankhafter Darm für immer mehr Erkrankungen als Verursacher gelten kann – eine geradezu chronische Beeinträchtigung.
In der normal zusammengesetzten Darmflora finden sich natürlich auch jede Menge Bakterien wie die Bifidus- und Bakteroidesgruppen. Andere Keime wie die bekannten Lactobazillen oder die Enterokokken sind eigentlich, was ihre Anzahl angeht, weit weniger vorhanden, sie vermehren sich jedoch im Darm, der aus dem Gleichgewicht gerät, auf eine oftmals ungute Weise. Auch deshalb tut eine Darmsanierung in vielen Fällen Not.
Wie wir unserem Darm schaden zufügen
Wie aber kommt es zu einer Veränderung dieser so wichtigen Flora? Naturmediziner führen verschiedene Gründe dafür an. Erstens sind natürlich die immer häufiger angewandten Abführmittel für eine ungesunde Flora verantwortlich. Bei längerer Anwendung werden sowohl die Bifidusbakterien wie auch die Lactobazillen verdrängt, die Folge ist weitere Verstopfung – der dann wieder mit Abführmitteln begegnet werden muss. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, bedarf es aber eben gerade nicht der chemischen Keule, sondern eines schonenden Verfahrens, welches die Naturheilkunde bereitstellen kann.
Ausdruck eines gestörten Milieus ist chronischer Durchfall, aber auch der problematische Schmierstuhl. Viele Leute halten es für gar kein Problem oder ignorieren es gekonnt, wenn sie Unmengen an Toilettenpapier verbrauchen. Dabei ist ein besonders weicher und fettiger Stuhl in nicht seltenen Fällen Ausdruck eben dieser zum Unguten veränderten Darmflora.
Als ein weiterer Grund für die beschriebene Störung fungieren die mittlerweile beinahe inflationär eingesetzten Antibiotika. Nicht nur, dass diese besonders starken Arzneimittel durch ihren dauernden Einsatz immer mehr Resistenzen unter gefährlichen Bakterienstämmen entwickeln, was gerade in Krankenhäusern ein immenses Problem darstellt- ihre Wirkstoffe töten auch viele wichtige Bakterien im Darm. Die Flora gerät dadurch vollends aus dem Gleichgewicht. Schon allein aus diesem Grund empfehlen viele Naturheilkundler eine Darmsanierung nach Antibiotika.
Die größten Übeltäter – Stress und Zucker
Die größten Belastungen freilich entstehen durch eine falsche Ernährung. Oft unter Stress eingenommene Mahlzeiten, unzureichendes Kauen, spätes und schweres Essen und nicht zuletzt die Zusammensetzung der Nahrung stellt den Darm vor oft unlösbare Probleme. Als Hauptverursacher in diesem Zusammenhang gilt die Aufnahme von übermäßigen Mengen an Zucker.
An sich ist der menschliche Organismus auf solch reichliche Mengen Süßstoff gar nicht ausgelegt, in der Natur kommt Zucker schließlich relativ selten vor, die Evolution konnte unsere Körper gar nicht auf diese heutige Zufuhr vorbereiten. Durch Zucker wachsen und gedeihen all die unguten Bakterienstämme, die eben nicht für eine positive Beeinflussung der Darmflora sorgen, sondern in ihr schmarotzen. Diese Schädlinge scheiden Stoffwechselendprodukte aus, eine weitere Belastung für den Darm. Manchmal wandern sie sogar in den Dünndarm ab, was in nicht wenigen Fällen die Gesundheit ganz besonders belasten kann.
Aufgrund all dieser Faktoren sollten Interessierte eine Sanierung des Darms, etwa durch Heilfasten, immer mal wieder in Erwägung ziehen. Der Körper wird es ihnen danken.
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