Darmerkrankungen unter der Lupe
Von allen inneren Organen und Körperfunktionen ist der Darm ein besonders beanspruchtes und sehr oft vernachlässigtes Element des menschlichen Körpers. Zahlreiche Darmerkrankungen und Störungen seiner Funktionsweise gehen, darin sind sich Wissenschaft und Volksglaube einig, auf unsere westliche Lebensweise zurück.
Die hochindustrialisierten Gesellschaften produzieren genetisch veränderte, rasant gezüchtete Lebensmittel, wir verzehren Unmengen an Zucker und Kohlenhydraten, für die unser Organismus evolutionär gar nicht vorbereitet ist. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Arterienverkalkung sind die Folge, nicht selten hängen sie auch mit einer Erkrankung des Darms zusammen.
Ursachen für Darmerkrankungen sind vielschichtig
Aber auch unser Alltag ist gerade den Bedürfnissen des Darms überhaupt nicht angemessen. Schwere Speisen, wenig Bewegung, kaum frische Luft – diese und viele andere Faktoren führen zu zahlreichen Darmkrankheiten. Unsere gesamte Esskultur ist mittlerweile auf schnellen, hastigen Verzehr angelegt, die Verfügbarkeit und der Überfluss an Nahrung tun ihr übriges.
Zwar behaupten mittlerweile einige Forscher, wir würden uns in den Essgewohnheiten wieder der Frühzeit des Menschen annähern, was mit der schnellen, beiläufigen Aufnahme von Essen zusammenhängen mag. Sicher, zu Anbeginn der Menschheit und noch bis in die Kulturen des Mittelalters hinein war das Pflücken von Früchten am Wegesrand ein wichtiger Bestandteil der Ernährung – Zeit zum Verdauen gab es jedoch allemal. Heute essen wir auch nebenbei, aber dies beinahe ausschließlich. Und darunter leidet vor allem unser Darm.
Symptome statt Ursachen werden bekämpft
Zahlreiche Erkrankungen sind die Folge: Durchfall, Bauschmerzen, Hämorrhiden, Reizdarm, Polypen, Darmpilzen und noch unzählige mehr, ihre Behandlung wird oft mit den üblichen Medikamenten begonnen, wovon die eigentliche Ursache – unser Lebenswandel – unberührt bleibt. Verdauungsstörungen können freilich auch andere Verursacher haben, Störungen der Bauchspeicheldrüse, des Magens oder der Leber gehören dazu.
Vor allem aber ist die empfindliche Darmflora für mögliche Probleme mit der gesunde Verdauung verantwortlich. Diese Flora findet sich vor allem im Dickdarm, sie besteht aus über 400 verschiedenen Bakterienarten. Am bekanntesten sind sicher die Milchsäurebakterien und die Coli-Bakterien. Ist die Zusammensetzung der Flora gestört, entstehen Verdauungsstörungen, nicht selten auch schwerwiegende Krankheiten.
Ernährungsumstellung kann Wunder für Darmflora wirken
So verursachen beispielsweise viele Medikamente wie die immer häufiger angewandten Antibiotika Probleme in der Darmflora, auch Krankheitserreger wie Hefepilze oder, wie angesprochen, die falsche Ernährung entfalten ihre schädlichen Einflüsse.
Der Darm ist ganz erheblich für ein funktionierendes Immunsystem verantwortlich. Gleichzeitig lässt er sich bei Erkrankungen, aber auch zur Vorbeugung, hervorragend behandeln und in seiner inneren Flora beeinflussen. Darmerkrankungen sind allein mit pflanzlichen Präparaten in vielen Fällen erfolgreuch behandelbar.
Und auch die simple Umstellung der Essgewohnheiten wirkt Wunder. Deshalb gilt: Weniger Zucker, weniger Kohlenhydrate, mehr Ballaststoffe, mehr Obst und Gemüse! Und vor allem: Regelmäßige Bewegung und bewußtes Essen. Nach Immanuel Kant ist der Sinn für Schönheit und Kunst durch Gespräche beim gemütlichen, gemeinsamen Essen entstanden – eine Diagnose, die hinsichtlich der heutigen Essgewohnheiten wohl kein Philosophen mehr stellen würde!
Naturheilkunde, eine bessere Alternative
Die Naturheilkunde bietet eine Reihe von Verfahren an, um akute Erkrankungen zu mildern und ausheilen zu lassen, gleichzeitig verspricht sie auch eine intensive Vorsorge. Fasten ist nur eine solche Methode, allerdings eine sehr wirkungsvolle und nachhaltige. Von Darmerkrankungen betroffene Patienten sollten deshalb neben einer möglicherweise nötigen schulmedizinischen Behandlung immer auch begleitend einen Naturheilkundler zu Rate ziehen, um eine rundum gelingende Behandlung zu erhalten.
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Inzwischen kenn ich mein Darm ganz gut, glaube ich. Ich habe früher ganz viele Darmprobleme gehabt, besonders nach dem Essen. Nach unzähligen Arztbesuchen, die immer noch keine Diagnose gebracht haben, habe ich einfach gelernt auf meinen Bauch zu hören und nur das zu Essen, was mir gut tut. Zum Beispiel vertrage ich nicht, aus irgendeinem Grund, säurehaltiges Obst und fettes Essen.