Bittersalz: Anwendung, Darmreinigung und Wirkung

Alles rund um Bittersalz erklärt

Ähnlich wie das in seiner Wirksamkeit verwandte Glaubersalz eignet sich Bittersalz hervorragend als Abführmittel und wird deshalb auch gern während einer Fastenkur eingesetzt. Es ist hochwirksam, wird gut vertragen und sein Erwerb ist im Vergleich zu vielen anderen Produkten und chemischen Mitteln viel preisgünstiger. Seine Eigenschaften zur Sanierung und Reinigung des Darms werden von vielen Anwendern geschätzt.

Bittersalz

Auch bei Komplikationen mit Leber und Galle kommt es zum Einsatz, eignet sich dafür jedoch nicht ganz so gut wie das etwas schonendere Glaubersalz. Erhältlich ist das Produkt in jeder Apotheke. Dort werden zumeist Mengen um die einhundert Gramm angeboten, völlig ausreichend für eine erfolgreiche Fastenkur. Der Preis dafür liegt lediglich bei einem Euro.

Chemisch betrachtet handelt es sich bei dem Salz um Magnesiumsulfat. Seine hervorragenden Eigenschaften können dabei, neben der üblichen Anwendung als Abführmittel, eine ganze Reihe weiterer gesundheitsfördernder Aspekte aufweisen. Diese sind bekannt, gut erforscht und nachgewiesen.

Magnesium und seine Rolle im Körper

Grundsätzlich gilt Magnesium als ein eminent wichtiges Spurenelement, dessen ausreichende Volumina im Körper eine Bedingung für reibungsloses Funktionieren der lebenswichtigen Prozesse ist. Viele Menschen leiden an Magnesiumsmangel, oft ohne davon zu wissen. Unsere moderne Ernährung beinhaltet oft zu viel Zucker und viel zu wenig Spurenelement.

Nicht jeder hat die Zeit und auch die Muße für eine bewußte Ernährung und so entsteht recht schnell ein Mangel an verschiedenen Elemente, dessen Auswirkungen weitreichend und vielfältig sein können. So gehören Müdigkeit oder Durchblutungsstörungen noch zu den harmlosen Erscheinungsformen des Mangels, auch Herzprobleme und Muskelkrämpfe können auftreten.

Magnesium regelt mehrere hundert verschiedene enzymatische Prozesse im Körper. Sind diese dauerhaft gestört, kommt es zu Ausfällen von Funktionen im Organismus. Nicht wenige wundern sich dann über eine ihnen unbekannte Reizbarkeit oder ein permanentes Schlafbedürfnis und kurieren oft an der völlig falschen Stelle.

Alternative Einsatzgebiete von Bittersalz

Bittersalz

Bittersalz kann Abhilfe schaffen. Besteht zum Beispiel ein nachweislicher Mangel an Magnesium, gleicht die Einnahme des Salzes den Haushalt effektiv aus. Freilich sollte bei bestimmten Störungen, die einen dauerhaften Ausgleich erfordern, der Arzt die Behandlung überwachen, da unter Umständen andere Präparate, etwa Magnesiumaspartat Magnesiumcitrat, einen besseren und langfristig schonenderen Effekt haben. Bittersalz ist vorrangig ein kurzfristig, weil besonders intensiv wirkendes Mittel, geeignet für das Fasten oder ein gewünschtes Abführen.

Bei der zwar eher seltenen, aber sehr gefährlichen Torsade-Arrhythemie, wird das Salz mittels Infusion eingesetzt, um ein späteres Kammerflimmern zu verhindern. Auch an schwerem Asthma leidende Menschen erfahren durch Bittersalz eine Linderung, da es als Bronchodilatator verwandt werden kann, gerade bei Patienten, die auf die üblichen Beta-Agonisten nicht ansprechen.

Und natürlich hat auch die Volksmedizin das Mittel schon seit langem parat, vor allem Erkrankungen der Haut wie störende Pickel, Furunkel oder die penetrante Akne – Bittersalz entfaltet nach Auftragung schnell seine reinigende Wirkung. Beliebt ist auch der Einsatz zur Bekämpfung von entzündlicher Herpes: Ein Bad mit ausreichend Bittersalz verschafft schnelle und nachhaltige Linderung.

Anwendung und Dosierung von Bittersalz

Doch nun zur eigentlichen Anwendung. Wer Bittersalz beim Fasten einsetzen möchte, sollte die Dosierung genau beachten. Personen, die an Darmverschluss, Elektrolytstörungen oder Nierenerkrankungen leiden, müssen jedoch auf den Einsatz verzichten – zu groß sind die Risiken, die sich aus der drastischen Behandlung ergäben. Gleiches gilt für Kinder. Deren Körperfunktionen sind in vielerlei Hinsicht noch im Aufbau, ein solch starkes Mittel wie das Salz kann da durchaus Schäden anrichten.

Alle anderen können den Effekt des Bittersalzes gerne und wiederholt in Anspruch nehmen.

Zu Beginn einer Fastenkur oder auch nur zur schnellen Abführung sollten die Patienten ein bis drei Löffel Bittersalz in ein mittleres Glas Wasser geben und gut durchrühren. Erst wenn die Kristalle vollständig gelöst sind, ist die Mixtur in einem Zuge zu trinken. Zugegeben, Bittersalz ist beileibe kein kulinarischer Genuss, schließlich handelt es sich dabei auch um ein hochwirksames Medikament der Naturheilkunde. Deshalb am besten den recht strengen Geschmack mit einem zweiten Glas Wasser fortspülen!

Die Wirkung selbst tritt nach wenigen Stunden ein. Im Darm wird die Lösung durch Osmose mit Wasser gebunden, der Flüssigkeitsanteil im Darm erhöht sich schnell. Als Folge der erhöhten Volumina wird der Stuhldrang größer, der Patient kann sich schnell und gründlich entleeren. Dabei kommt es natürlich, neben der Konstitution des Anwenders, vor allem auf die zugeführte Menge an, ist sie kleiner, fällt auch der Stuhldrang nicht so intensiv aus wie bei größerer Zufuhr. In jedem Fall wird der Darm entleert und damit entlastet – eine gründliche Angelegenheit!

FX-Passagesalz

Nicht selten empfehlen Naturheilkundler das „FX-Passagesalz“ der Firma Wörwag. Dessen Hauptbestandteil ist Bittersalz. Durch die Beigabe verschiedener Zusatzstoffe schmeckt dieses Produkt weit besser als das Original. Allerdings ist die Zufuhr von einer ganzen Reihe dieser Geschmacksverbesserer auch nicht gerade eine ideale Lösung für den ohnehin schon beanspruchten Organismus, so dass die Einnahme des reinen, puren Bittersalzes zu bevorzugen ist. Jeder Anwender sollte das durch entsprechendes Probieren selbst feststellen.

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